Den Grundstein für die spätere Karriere der Spider Murphy Gang legte Bassist und Sänger Günther Sigl 1971, als er seinen "todsicheren, aber todlangweiligen Bankjob" an den Nagel hängte und mit der Formation "Stummick" durch die Clubs der US-Soldaten tingelte. "Wir haben damals die Top 40 rauf und runter gespielt", erzählt er. "Jeden Freitag hörten wir uns die neuen Stücke in den Charts an und studierten sie ein", fährt Barny Murphy, Gitarrist und Mitbegründer der Gang fort.

1973 haben sich dann Günther Sigl und Franz Trojan durch eine Anzeige in einer Musikerfachzeitschrift kennengelernt. Danach stiegen dann auch Barny Murphy und etwas später Michael Busse in die Band ein. In Stuttgart, Augsburg, und Nürnberg spielte die Gang an den Wochenenden. Die Gagen reichten gerade so, um davon leben zu können. Oft gab es für fünf Stunden spielen nicht mehr als 50 Mark für jeden Musiker. Doch die Band wollte eigentlich Rock'n'Roll spielen und vor allem in Münchner Clubs auftreten.

Aus dem Rock'n'Roll-Song "Jailhouse Rock" ihres großen Idols Elvis Presley geht auch die Umbenennung der Band hervor. Die Zeilen "Spider Murphy Played Tenor Saxophon" und "The Whole Rhythm Section Was The Purple Gang" geben der Band ihren neuen Namen - Spider Murphy Gang. 1977 spielten sie ihr letztes Konzert als "Stummick" in einem Memminger GI-Club.

Im Übungskeller produzieren die Musiker dann ein Demoband mit Stücken ihrer Vorbilder wie Chuck Berry und Elvis Presley. Die Platte wurde in einem ganz kleinen Studio gemacht, im Erdmann 8-Spur-Studio. In einer Woche wurde alles eingespielt, insgesamt 23 Titel. "Insgesamt haben wir 3.000 Stück pressen lassen, davon sind ca. 1.000 übrig geblieben" sagt Franz Trojan. Damit bewaffnet zieht Barny Murphy 1978 durch Schwabing, stößt erst auf Ablehnung und dann auf das, was einer Band auch heute manchmal noch zum Erfolg verhelfen kann: den Zufall.

"Im Memoland war die Band, die am Faschingswochenende spielen sollte, ausgefallen. Und der Besitzer hat kurzerhand uns engagiert", erinnert sich Barny Murphy.
Über Nacht heuert er für drei Gigs - und 800 Mark Gage - die weder aus der Presse noch aus Funk oder Fernsehen bekannte Gruppe für seinen Musikladen an. "Rocking Peanuts mit der Spider Murphy Gang" versprechen hastig gedruckte Plakate, und im Club schüttet der Impresario dann großzügig drei Zentner Erdnüsse unters Volk. Von derlei Peanuts muß die Spiders `ne Weile leben. "Aber beim ersten Auftritt nach Fasching hat es so geschneit, dass nicht ein Besucher gekommen ist. Da haben wir dann gedacht: So das war's", erklärt Günther Sigl. "Doch es gab viel Laufpublikum in Schwabing und so sprach sich herum, dass wir Rock´n´Roll spielten. Bald standen wir jeden Sonntag auf dem Programm", erzählt Günther, "und unsere Gigs waren plötzlich ausverkauft."

Die Rock'n'Roll-Band avanciert schließlich zum Szene-Tipp in München. Im Memoland entdeckt schließlich auch der BR-Moderator Georg Kostya, der zu dieser Zeit beim Bayerischen Rundfunk regelmäßig in seiner "Rocktasche" kramt, die Gang. Angelockt hat ihn die erste inoffizielle LP der Band. "Kost ja nix", witzelt Kostya und holt sie als Hausband für seine neue Sendung "Rockhouse" ins Studio. Günther: "Er wollte mit Live-Bands arbeiten. Hier tritt die Spider Murphy Gang jeden zweiten Sonntag im Monat mit Gästen wie Willy Michl, Sigi Schwab oder Konstantin Wecker auf.

"Aber wir mußten einen bayerischen Titelsong für die Sendung schreiben", erinnert sich Günther Sigl. Mit dem "Rockhouse Song" kreiert die Band dann den Stil, der sie drei Jahre später zu Superstars in Deutschland, Österreich und der Schweiz machte. "Wir haben immer mehr bayerische Rock'n'Roll-Stücke geschrieben", so Günther Sigl. Unter anderem auch "Rock'n'Roll Schuah", das 1980 auch Titelsong des ersten Albums beim EMI-Label wird.

Und es kam, was kommen mußte. Hit-Sänger Peter Kent, der gerade einen großen Erfolg mit "It's A Real Good Feeling" hatte, machte seinen Freund und Produzenten Harald Steinhauer auf die Jungs aufmerksam. Daraufhin hatte er die Band im Memoland gehört und der Plattenfirma empfohlen. Eines Abends tauchten die auf und hatten einen Vertrag auf den Tisch gelegt. Kurioserweise schnürt die "Hausband" der Münchner Szene ihre "Rock´n´Roll-Schuah" ausgerechnet bei der Kölner EMI. "Die LP entstand in zwei Wochen - samt Mix", erinnert sich Barny an diese Ära ohne Tricks und hochgezüchtete Digitaltechnologien. Günther Sigl: "Der erste Vertrag war nur über die erste LP und zwei Optionen. Nachdem diese aber gut gelaufen ist, haben wir einen neuen Vertrag mit doppelten Prozenten bekommen. Dieser Vertrag lief über zwei LP's und wieder zwei Optionen."

Es ist das Jahr 1980 - und die Spider Spider Murphy Gang zieht sich die "Rock'n'Roll Schuah" an und geht zum erstenmal auf Tour. Ob in der alten Burg und der Drehleier in München oder in der Regensburger Uni-Mensa, überall tanzte das Publikum auf den Tischen und Stühlen. Damit beschreitet die Band endgültig den Erfolgsweg.

Rund 50.000 Exemplare dieses Albums gingen über den Ladentisch. "Das war ein Riesenerfolg für uns", sagt Günther Sigl. Was allerdings das Nachfolge-Album "Dolce Vita" für die Band bedeuten würde, ahnte damals noch niemand.

"Alle hatten Blut geleckt - nur wir nicht", umschreibt Barny die gespannte Atmosphäre bei den Sessions zur zweiten LP im "Rainbow"-Studio. Dort erweitert Produzent Harald Steinhauer mit Gespür das Spektrum der Band, während Armand Volker an den Reglern dreht und Manager Jürgen Thürnau seine Kontakte spielen läßt. Die EMI trommelt und die Spiders machen Schlagzeilen auf der Titelseite der skandalfreudigen "Abendzeitung".

Das erste Album wurde in sage und schreibe nur einer Woche in einem Studio in Köln aufgenommen. Für "Dolce Vita", das in einem Münchner Studio entsteht, nimmt man sich nun rund drei Monate Zeit. Das Ergebnis wird der größte Erfolg der Bandgeschichte, wenn auch der spätere Mega-Hit "Skandal im Sperrbezirk" anfangs nicht den gewünschten Erfolg bringt.

Die Plattenfirma wollte den Song als Single-Auskopplung, weil er einen hochdeutschen Text hat. Aber der Song wurde von den Radiostationen nicht gespielt. "Pech war, dass die Single nirgends lief", sagt Günther. Also entschließt sich die Plattenfirma mit der Band "Schickeria" als zweite Single auf den Markt zu bringen. Die ironische Ode auf die hochnäsige Münchner Bussi-Bussi-Gesellschaft katapultiert die Spider Murphy Gang in die Charts - trotz bayerischem Text.

"Als wir dann einmal in der Sendung Musikladen aufgetreten sind, haben die tatsächlich deutschen Untertitel eingeblendet", erinnert sich Barny Murphy belustigt. Der Bekanntheitsgrad der Band macht schließlich auch "Skandal im Sperrbezirk" zum absoluten Hit, der die Band zu einem Renner der Neuen Deutsche Welle macht. "Unser Keyboarder Michael Busse hatte an dem Tag, als wir den Song probten, seinen neuen Moog-Synthesizer dabei und wollte ihn ausprobieren", erzählt Günther Sigl. "So ist der Anfangsteil entstanden, der heute noch ein absolutes Markenzeichen ist."

Hilfreich ist dabei auch, dass der Bayerische Rundfunk den Song auf Grund seines Inhalts auf den Index setzt. Lieder, die sich um Rotlicht und Nutten drehen, werden nicht gespielt. Einen größeren gefallen konnten sie der Band gar nicht tun. Allerdings sorgt die Telefonnummer 32 16 8, die im Stück vorkommt, für großes Aufsehen. "In München haben wir nachgeprüft, ob es diese Nummer gibt", erklärt Günther Sigl. "Aber es konnte ja keiner ahnen, wie erfolgreich der Skandal wird." So schneien der Band dutzendweise Beschwerdebriefe von Personen aus anderen Städten mit dieser Telefonnummer ins Haus.

Bis auf dieses marginale Problem scheint über der Band zu dieser Zeit aber der Stern des Glücks. Das Album "Dolce Vita" erreicht in Deutschland Plain-Status, in der Schweiz und Österreich Gold-Status und verkauft sich über eine Million mal und zieht das Debüt-Album "Rock'n'Roll Schuah" nochmals mit. 1982 hatte die Gang mit "Skandal im Sperrbezirk", "Schickeria" und "Wo bist du?" gleich drei Singles gleichzeitig in den deutschen TOP 75. So verkaufte sich die Single "Skandal im Sperrbezirk" 750.000 mal und wurde mit Gold ausgezeichnet. "Dolce Vita" und "Skandal im Sperrbezirk" waren in Deutschland, Österreich und in der Schweiz auf Platz 1. Das Album "Rock'n'Roll Schuah" verkaufte sich locker 300.000 mal und erreichte ebenfalls Gold. Und plötzlich findet sich die Band anstatt auf kleinen Club-Bühnen in den großen Konzerthallen Deutschlands.

1982 veröffentlicht die Band ihr drittes Album "Tutti Frutti", das zwar an "Dolce Vita" nicht anknüpfen kann, aber noch über 500.000 mal verkauft und in Deutschland und der Schweiz mit Gold ausgezeichnet wird. Auch die Single-Auskopplungen "Wo bist du?" und "Ich schau dich an" kommen in die Top Ten. Sogar "Peep, Peep" dreht sich am brasilianischen Zuckerhut auf einem Sampler 400.000 mal.

Die Spiders werden in diesem Jahr auch mit Auszeichnungen überhäuft. So bekamen sie den Goldenen BRAVO-Otto, den Goldenen Hammerschlumpf der Zeitschrift POP/Rocky und das Silberne POPCORN. Desweiteren erhielten sie den Brozenen Löwe von Radio Luxemburg und zweimal die Goldene Europa für "Skandal im Sperrbezirk" und als Presse-Preisträger.

Als eine der wenigen westdeutschen Rock-Bands darf die Gang 1983 sogar in der DDR touren. Die Spider Murphy Gang gab 8 Konzerte und wurde von einem Kamerateam vom ZDF begleitet. Auch in den deutschen Tageszeitungen wurde ausführlich darüber berichtet.
Im gleichem Jahr drehen die Rocker der bayerischen Band den Verhoeven-Film "Die Spider Murphy Gang". Der Film hat am 07.10.1983 Premiere und kann mit 250.000 Kinobesucher gute Zahlen vorweisen. In den Kinojahrescharts konnte der Film immerhin Platz 70 für sich beanspruchen. Während Ihrer Deutschlandtour wurde das 83er Live-Album mitgeschnitten und 150.000 mal in Vinyl abgesetzt. Und von Franz Trojan erschien die Solo-Single "Zorro reitet wieder". 1983 gab es noch den Brozenen Hammerschlumpf und als Höhepunkt das Goldene Bambi.

Nachdem das vierte Album "Scharf wia Peperoni" und der Hit "Pfüati Gott Elisabeth" auf dem Markt ist, geht's wieder auf eine ausgedehnte Tour in den größten Hallen Deutschlands, darunter auch die Münchener Olympiahalle. Bei 40 Konzerten sehen fast 200.000 Zuschauer die Gang. Die Verkaufszahlen gehen zwar weiter zurück, die Live-Auftritte der Band sind aber weiterhin Riesenerfolge.

Mit dem Folgealbum "Wahre Liebe" muss die Band, der Ende 1984 nun offiziell der Saxophon-Spieler Willy Ray Ingram angehört, dann aber 1985 erstmals die Erfahrung machen, dass kein Hype ewig andauert. Die Verkaufszahlen bleiben weit hinter den Erwartungen zurück, die Tour allerdings ist erneut erfolgreich. "Die Neue Deutsche Welle ist irgendwann gegen eine Mauer geschwappt und war vorbei", erklärt Barny Murphy die sinkenden Plattenverkäufe. "Viele haben dann aufgehört, aber wir sind ja eine Rock'n'Roll-Band gewesen und haben das weiter gemacht, was wir am besten können: live spielen."
Auch bei dem Projekt Band für Afrika wirkte die Spider Murphy Gang, bzw. Günther Sigl 1985 mit. Das Lied "Nackt im Wind" kam bis auf Platz 3 der deutschen Hitparade und es wirkten alle größen der Deutschen Musikzene mit. Ebenfalls in diesem Jahr erschien die einzige Solo-Single von Günther Sigl "A Maß muaß a Maß sei".

Doch die mangelnden Verkaufszahlen lassen die Gruppe nicht zerbrechen - nur Michael Busse, der nach turbulenten Tourneen 1986 die Band verläßt, um sich Zeit für sein Philosophiestudium zu nehmen.

Das Album "Überdosis Rock'n'Roll" erscheint 1987 zum 10-jährigen Bestehen bei der neuen Plattenfirma Ariola und es folgt ein Geburtstagskonzert in der Alabamahalle. Es ist das erste Studioalbum der Spider Murphy Gang, das sich nicht in die Hitparaden plazieren konnte.
1989 erscheint "In Flagranti" bei dem Label Intercord. Produzenten sind Franz Trojan und der Holländer Johan Daansen. Bei dieser LP stehen produktionstechnische Feinheiten, eine Vielzahl unkonventioneller Sounds und ausgeklügelte Arrangements im Vordergrund.
Das Album
"Hokuspokus" wird 1990 veröffentlicht und wird von Franz Trojan im Alleingang Produziert. Beide Alben werden ausgiebig betourt. 80 bis 100 Konzerte pro Jahr sind nichts Ungewöhnliches. Wenn auch in kleinerem Rahmen als früher. "Wir waren uns nie zu schade, auch in Bierzelten zu spielen", sagt Barny Murphy. In diesen Jahren gab es auch einige Umbesetzungen der Band. Willy Ray Ingram verließ die Band 1989 in Richtung Texas, dafür kam Ludwig Seuss am Piano 1987 und Willie Duncan 1989 an der zweiten Gitarre dazu.

1992 sehen die Spider Murphy Gang über 100.000 Zuschauer live auf der Marquee-Tour. Drummer Franz Trojan verläßt die Band noch im selben Jahr und wird durch Paul Dax ersetzt. Die "Single Hit-Collection" erscheint 1993 bei der EMI. Umfangreiche Touraktivitäten mit über 100 Konzerten pro Jahr folgen. Die Spider Murphy Gang wird zu einer der beliebtesten Live-Bands Deutschlands. Otto Staniloi kommt 1995 hinzu und übernimmt die Bläserparts mit Saxophon, Bariton und Klarinette.

Zum 20-jährigen Jubiläum erscheint 1997 das Album "Keine Lust auf schlechte Zeiten" bei der alten Plattenfirma EMI und wird von Barny Murphy produziert. Die beiden ausverkauften Jubiläumskonzerte am 24./25. Oktober feiert die Gang mit den Gästen Wolfgang Ambros, Haindling "Hans-Jürgen Buchner" und Willy Michl. Im Dezember wird die Doppel-CD "Rock'n'Roll Story" veröffentlicht. Der Bayerische Rundfunk veröffentlicht das Konzert im selben Jahr auf VHS-Kassette. 1999 erscheint zum ersten mal ein komplettes Live Konzert der Spider Murphy Gang auf einer 2-CD.

Doch auch nach 20 Jahren haben Günther Sigl und Barny Murphy noch lange nicht genug vom Leben "On The Road". Getreu dem Motto der Rolling Stones "It's Only Rock'n'Roll, But We Like It", tourt die Band auch in den folgenden Jahren fleißig weiter durch die Lande. Denn da stehen keine kalten Techno-Maschinisten oder digitale Drum-Computer auf der Bühne, sondern Musiker, die den Groove im Blut und mit Heiner Schupp & Co. eine Top-Crew im Rücken haben.

Den Preis für Ihre Arbeit streichen sie 2002 bei ihren Jubiläumskonzerten zum 25. Geburtstag ein. Fünf Mal ist der Circus Krone ausverkauft. Gäste wie Willy Astor, Peter Kraus, Dr. Will, Sportfreunde Stiller und Michael Mittermeier geben sich die Ehre. Vorher veröffentlichte die Band zum Jubiläum noch die CD "Radio Hitz" bei BMG mit 14 brandneuen Songs und einem Medley. Ein Jahr später kam bei EMI die 4-CD-Box "Zeitreise - 70 Songs aus 25 Jahren" heraus, mit ausgesuchten Liedern aus allen bisher erschienenen Alben. Und 2004 wird das Konzert zum 25-jährigen Bandbestehen bei SPV unter dem Titel "25 Jahre Rock'n'Roll" mit vielen Bonusmaterial als 2-DVD veröffentlicht.

Neben den Live-Konzerten hatten Günther Sigl und Barny Murphy schon seit längerer Zeit die Idee, die Bandgeschichte, in einer etwas anderen Form, nämlich unplugged, auf die Bühne zu bringen. Dabei wurden die letzten 4 Konzerte vom 08.10.-11.10.2003 im Lustpielhaus München mitgeschnitten und 2004 auf CD gepreßt. Im Januar 2004 folgte dann eine ausverkaufte "unplugged Tour", die durch den Gastmusiker Dieter Radig unterstützt wurde. Am 15. April 2004 spielte die Gang als erste Rockband im Münchner Maximilianeums ein unplugged-Konzert. Dieses erschien am 13.09.04 als DVD bei dem Label SPV. Die Tournee wurde 2005 erfolgreich fortgesetzt.

Mit dem Poetentaler der Münchner Turmschreiber wurden die Spider Murphy Gang 2006 geehrt. Auch in diesem Jahr geben die Spiders weit über 70 Konzerte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zum 30-jährigen Bandjubiläum spielten die Spiders wieder dreimal im ausverkauften Circus Krone, wobei das Konzert vom 03.11.07 aufgezeichnet wurde und später im Bayerischen Fernsehen zu sehen war. Natürlich waren wieder viele Gäste dabei wie Klaus Eberhartinger von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung, Willy Astor, Georg Ringsgwandl, Günter Grünwald, Viva Voce, Nick Woodland und Werner Schmidbauer & Martin Kälberer. Und als ein besonderes Schmankerl gab es vorher die "Club-Tour". Die Spider Murphy Gang traten im Schlachthof, Lustspielhaus, Drehleier und im Schwabinger Podium auf. Auch die Plattenfirma EMI brachte zum Jubiläum gleich 5 Alben auf den Markt. Eine Doppel-CD mit allen 27 Singles und jeweils zwei alte Alben Digital Remaster auf einer CD. Zudem wurde, in einer Auflage von 1.000 Stück, dass erste Album der Spider Murphy Gang von 1978 bei den Jubiläumskonzerten verkauft.

Im Januar 2008 erschien das komplette Jubiläumskonzert auch auf eine 2-DVD unter den Namen "30 Jahre Rock'n'Roll" mit Bonusmaterial von der Clubtour und der Dokumentation "Rock’ n’ Roll auf bayerisch" von 1982.

Im Oktober 2010 tourten Status Quo und Spider Murphy Gang erstmals als Konzertpaket auf einer Deutschland-Tournee mit 9 Stationen! Dabei spielten sie im Vorprogramm von Status Quo in den größten Hallen Deutschlands von der Stuttgarter Porsche-Arena über den Berliner Tempodrom bis hin zur Münchener Olympiahalle.

Das Soloalbum "Habe die Ehre" von Günter Sigl erschien am 01.10.2010 bei Koch-Universal Records. Neben Willie Duncan sind auch noch Dieter Radig und Wolfgang Götz zur musikalischen Verstärkung dabei. Musikalisch ist auf "Habe die Ehre" die Vielseitigkeit Trumpf und enthält 16 neue Titel. Die klangliche Spannbreite geht von Bar Jazz, Western und Gipsy Swing über Boogie Woogie, handfesten Rock 'n' Roll bis hin zur Klezmermusik. Im Gegensatz zum rockigen Spiders Sound geht es auf Sigls Solo-Album eher relaxed und ohne große Soundtüfteleien zu Werke. Auch eine Solo-Tournee mit 10 Konzerten folgte zwischen August und November 2010.

Die Feier zu 35 Jahre SMG findet im Rahmen der Veranstaltung „Sommernachtstraum“ im Juli 2012 als riesen Party im Münchener Olympiastadion vor 38.000 Fans statt. Vor dem Konzert bekommt die Band die Medaille „München leuchtet“ in Gold von Bürgermeister Christian Ude überreicht.

Im Jahr 2017 feiert die Spider Murphy Gang ihr 40-jähriges Bandjubiläum. Im Juli 2016 kommt es nochmal zu einer Änderung am Schlagzeug. Paul Dax verlässt die Gang und der renommierte Drummer Andreas Keller steigt für ihn in die Band ein. Die Rock 'n‘ Roll Schua werden auch 2017 wieder zur großen Feier „40 Jahre Spider Murphy Gang und Gäste“ geschnürt, die am 28.10.2017 in der Münchener Olympiahalle stattfindet. Vor diesem Münchener Mega-Event wird es auch noch ein neues Album geben, das neben taufrischen Songs auch alle großen Hits der Band in neuen Versionen enthält. 2017 steht also ganz im Zeichen der Spiders. Da wird dann gefeiert, was gefeiert gehört!

Georg Kleesattel / Jürgen Eder